Mutmacher 5: Italienisches Handwerk „Meister in ihrem Fach“ – #Elena Berton

Mutmacher 5: Italienisches Handwerk „Meister in ihrem Fach“ – #Elena Berton

Mutmacher 5: Italienisches Handwerk „Meister in ihrem Fach“ – #Elena Berton

Die Corona Krise bringt auch Positives mit sich. Unser Bewusstsein über eigenverantwortliches Handeln, Qualität und Verantwortung wurden geschärft. Dazu zählt auch, dass wir mehr darüber nachdenken, wo Produkte herkommen. Themen wie Nachhaltigkeit gegenüber Produkten, Materialien und auch Menschen werden immer mehr ein Stück selbstverständlich; wer produziert Produkte, unter welchen Bedingungen, mit welchen Materialien.
Und dafür steht Elena Berton; Designerin und Produzentin mit zwei Geschäften in München und Pietrasanta in Italien.

„Sie sind alle meine Familie geworden“, so spricht Elena Berton über ihre Lieferanten – und das sind die kleinen Handwerksbetriebe in Italien, die für Sie Bekleidung, Taschen und Schuhe produzieren. Sie bringen ihr handwerkliches Können, ihre Erfahrung und ihre Leidenschaft, die über Traditionen weitergegeben und gewachsen sind, mit ein. „Ich habe sie ausgewählt, weil wir harmonieren und den gleichen Anspruch an Top-Qualität haben“

Aber eines haben diese kleinen Familienbetriebe nicht – einen Kapitaldecke, die sie in der Zeit von Corona schützt. Sie können ihre Kosten reduzieren – leben aber von der Hoffnung, dass es bald wieder aufwärts geht, und dass die Menschen bereit sind, für Qualität einen fairen Preis zu zahlen. „Arbeit muss honoriert werden“, und so ist es Elena nicht nur von Bedeutung, ein fairer Partner zu sein, sondern hat auch jetzt bereits Ihre erteilten Aufträge komplett bezahlt. Es ist wichtig, dass alle diese Betriebe überleben.

So zum Beispiel Loredana und ihr Mann Marco. Loredana ist eine der Besten im Umgang mit Färbung und Bemalung von Leder; und ihr Mann beherrscht die alte Kunst des Flechtens von Leder. Elena und Marco entwickeln Prototypen und gehen dann in Kleinproduktion. Jedes Teil ein Unikat und definitiv kein Produkt für eine Saison – eine Begleitung für viele Jahre.

Marco ist ein Meister in seinem Fach mit dem Anspruch, immer besser zu werden. „Für mich ist es ein Privileg und ein Genuss, mit ihm zu arbeiten“, schwärmt Elena.
Und so ist ihr jedes Stück im Laden an´s Herz gewachsen und wenn man sie kennt, sieht man sofort, was sie fühlt, wenn Kunden respektlos mit ihren Produkten umgehen.

Damit die italienischen Familienbetriebe diese Zeit überstehen und wieder „Boden unter die Füße bekommen“, brauchen wir ein bewussteres Konsumverhalten. Qualität und Individualität zu schätzen, die Geschichten hinter den Produkten kennen und erfahren zu wollen sowie Wertschätzung von Top-Leistung sind dafür unerlässlich. Die Konsequenz daraus ist, dem Bedeutung geben, was und wo ich einkaufe und wo die Produkte produziert wurden. Sonst bleibt diesen Betrieben irgendwann nur die Wahl, sie nach Asien oder China zu verkaufen – die Interessenten stehen schon in den Startlöchern, um günstig „coronagebeutelte“ Firmen zu erwerben, den Preis zu drücken und Massenware zu produzieren.

Ich fragte Elena, wie ich denn erkenne, dass es sich um ein Produkt handelt, dass für Qualität und Nachhaltigkeit sowohl in Bezug auf Material, Produktion – aber auch hinsichtlich der Menschen, steht? „Frag´ nach der Geschichte dahinter, fühle das Material und verlasse dich auf deine Intuition. Wenn du Leder anfasst, dann spürst du, ob es lebendig ist.“

Um jetzt schon der Situation, den Produkten und den Menschen gerecht zu werden, bittet sie um Terminvereinbarung, bevor wir ihren Laden in München besuchen. Dann kann sie sich auch Zeit für die Geschichten nehmen (www.elena-berton ). Und einen leckeren italienischen Espresso oder Cappuccino bekommen wir dazu.

Ob Elena glaubt, dass die Menschen aus der Zeit von Corona lernen? „Der Markt ist zynisch, aber ich hoffe“.



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