Mutmacher Teil 3: Gärtnerplatztheater #GPTheater

Mutmacher Teil 3: Gärtnerplatztheater #GPTheater

Mutmacher Teil 3: Gärtnerplatztheater #GPTheater

Heute stelle ich Ihnen ein großartiges Engagement des Gärtnerplatztheaters in München vor.
„Das Beste daraus machen, immer einen Plan haben, nach vorne blicken“ könnte als Titel darüber stehen.
„Für unser Theater ist es eine große Chance, Dinge ins Positive zu verwandeln“, so Inge Schäffner – Direktorin der Kostümabteilung des Gärtnerplatz Theaters.

Lockdown, der Theaterbetrieb erlischt. Nach der Schockstarre, nicht mehr spielen zu dürfen, keine Zuschauer mehr zu haben – machte sich Inge Schäffner Gedanken um ihr 80ig köpfiges Team. Was passiert mit den Damen und Herrenschneidern, den Kostümbildnern, wenn sie wochenlang ohne Aufgabe zu Hause sitzen? Lauter hochkreative und motivierte Menschen, die es lieben im Team zu arbeiten und für das Theater leben, sind zur Untätigkeit aufgefordert. Um psychische Schäden zu vermeiden, den Teamgeist zu stärken und einfach das Beste aus der Situation zu machen, suchte sie nach einem Weg – einem Plan. Ihre Einstellung von Kindheit an: „Ich habe einen Plan A, geht der nicht, suche ich Plan B und dann, wenn der auch nicht funktioniert, dann gibt es immer einen Plan C“. Also begriff sie Corona als Herausforderung.

Und was können Schneider und Schneiderinnen wirklich gut; Stoffen eine Bedeutung geben. Also, was lag näher als Masken zu schneidern. Sie erreichte es, als systemrelevant eingestuft zu werden und so ist es möglich, dass Teile des Teams im Wechsel ins Theater kommen, um sogenannte Atembehelfs-Masken zu nähen.

Das Besondere daran: das Team des Gärtnerplatz-Theaters näht nur für Organisationen, die kein Geld haben. Altenheime, Pflegeheime, Kinderheime oder auch Forschungslabore gehören dazu. Sogar der Penny um die Ecke bat verzweifelt um Hilfe. Die Masken sind kostenlos und wenn jemand spenden will, kann er das auf freiwilliger Basis tun und das Geld kommt dann erneut einem guten Zweck zu. „Wir bringen Glück“ und die Menschen reagieren unendlich dankbar.

Bisher waren die Mitarbeiter der Kostümabteilung gewohnt, aus dem Vollen zu schöpfen. Materialien, die sie für Kostüme brauchen, sind einfach da. Jetzt fehlt es an Kleinigkeiten – einen Draht, einem Gummizug etc. Die Geschäfte sind zu, es ist nicht mehr alles einfach kaufbar.. „Ich erinnere mich daran, aus nichts etwas zu machen“, und so werden Alternativen gefunden. Inge Schäffner näht, seitdem sie 12 Jahre alt ist.

Mit dem Nähen von Masken tun sie aber nicht nur anderen etwas Gutes. Das Team wächst zusammen wie ein „Großfamilie“. Es gibt keine Kantine, jeder bringt etwas mit. Und die, die Angst haben, aus dem Haus zu gehen, bekommen die Stoffe und das Nähzeug nach Hause. „Jeder darf und kann so mitarbeiten, wie es für ihn passt.“ Der Teamzusammenhalt ist gewachsen und das wird sie auch in Zukunft tragen.

Um Ihr Engagement public zu machen, wird  die eigene Homepage (www.gaertnerplatztheater.de ), Instagram und facebook genutzt. Und auch ein Bericht in der Bayernrundschau am 11.4. sorgte für Aufmerksamkeit.

Es gibt auch eine ganz persönliche Motivation von Inge Schäffner: „Ich will, dass es mir gut geht. Also kann ich aus allem etwas Gutes machen“. Und diesen Spirit hat das ganze Team der Schneider und Schneiderinnen, der Kostümbildner und der Maskenabteilung. Allen Grund, mächtig stolz auf das Team zu sein.



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@gaertnerplatztheater