Stress und die persönliche Einstellung einer Situation

Stress und die persönliche Einstellung einer Situation

Stress und die persönliche Einstellung einer Situation

Burnout und Depression sind laut WHO (Welt-Gesundheits-Organisation) der 2. häufigste Grund für Arbeitsausfall. Ein Grund für Burnout ist Stress. Aber was ist Stress?

Bei Stress denken wir u.a. an zu viel oder zu wenig Arbeit, ausgebrannt sein, Termin- und Zeitdruck, zu hohe oder fehlende Aufgaben, ungeklärte und häufige Konflikte, Geldsorgen. Wir denken also an die äußeren Umstände, sog Stressoren, die uns das Gefühl von Stress vermitteln. Was für den einen eine vielleicht sogar spannende Herausforderung darstellt, empfindet der andere als Belastung. Stress hat als immer etwas mit unserer persönlichen Einschätzung der Situation zu tun. Es geht hier um die individuelle Interpretation einer Situation und der damit verbundenen Reaktion auf Anforderungen. Das bedeutet, eine Möglichkeit Stress und Burnout vorzubeugen ist an der eigenen Einstellung zu arbeiten, Alternativen wahrzunehmen.

In meinen Trainings für Firmen zur Burnout Prävention beschäftige ich mich u.a. mit dem Thema Stress und ich zeige auf Basis der Positiven Psychologie Wege und Übungen auf, mit Stress umzugehen.

2 Tips hier vorweg:

  1. Threee Good Things – der positive Tagesrückblick

Schreiben Sie jeden Abend vor dem Einschlafen 3 Dinge auf, die an dem Tag gut gelaufen sind. Und dann ergänzen Sie um den Gedanken, was Sie dazu beigetragen haben und warum es gut war. Hier ist das Aufschreiben wichtig. Diese Übung, man nennt sie „Three Good Things“ oder Positiver Tagesrückblick- hat gleich mehrere positive Effekte: sie erhöht die Selbstwirksamkeit. Sie erkennen, was sie alles selbst tun können, damit es ihnen gut geht. Dadurch, dass sie sich schöne Situationen in Erinnerung rufen, erleben sie positive Gefühle und die wiederrum machen sie offen dafür, weiteres Positives und damit neue Optionen wahrzunehmen. Sie richten Ihren Fokus auf Positives und nach einer Zeit ist ihr Gehirn so „programmiert“, dass es sich regelrecht auf „die Lauer legt“ nach schönen und guten Erlebnissen. Und – es tut einfach gut, mit einem positiven Gefühl einzuschlafen und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sie genauso aufwachen. Wenn Sie nun diese „Good Things“ regelmäßig in ein Büchlein schreiben, schaffen Sie sich eine Ressourcenlektüre für Zeiten, in denen es mal nicht so gut läuft.

  1. KognitivesHinterfragen – eine andere Perspektive.

Erleben Sie eine Situation, die Sie als belastend oder stressig erleben, dann halten Sie einen Moment inne. Atmen Sie einen Moment ein und aus und betrachten Sie die Situation von außen.

– Was macht es aus, dass Sie die Situation als negativ empfinden?

– Ist die Situation wirklich so? Was konkret spricht für ihre Sichtweise? Könnte sie auch anders bewertet werden? Gibt es eine andere Möglichkeit, die Situation zu erklären (auch wenn sie weit hergeholt erscheint)?

– Was können Sie aus der Situation lernen? Welchen Sinn könnte sie haben?

– Was würden Sie ihrem besten Freund raten, wäre er in der gleichen Lage? Was würde ihnen ein guter Freund raten? Kennen Sie jemanden, der mit der Situation leichter fertig werden würde – was sagt diese Person vielleicht zu sich selbst?

– Gibt es irgendeinen positiven Aspekt in der Situation?

–  Und wenn eine andere Person der Auslöser ist, versetzen Sie sich in deren Lage und denken Sie darüber nach, welche positive Absicht hinter seinem Verhalten stecken könnte.

Mit diesen Fragen lernen Sie, dass Sie die Wahl haben, wie sie eine Situation bewerten und mit welcher Intensität. Mit etwas Übung erkennen Sie Alternativen, gewinnen an Leichtigkeit und können besser mit Belastungen umgehen.

Burnout und Stress bedeutet immer, dass wir etwas ändern sollen. Es ist die Aufforderung, achtsam und mit Selbstfürsorge eine neue Ordnung in unser Leben zu bringen. Und im Idealfall sogen wir vor, damit wir davor „gewappnet“ sind, wenn es mal turbulenter zugeht.

Jeder Mensch kommt in die Situation, dass es zu viel wird – die Frage ist, wie gehen wir damit um? Sind wir dann auch liebevoll im Umgang mit uns selbst?



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