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Vertrauen als Basis

 Ohne Vertrauen kann kein Team entstehen

Ich war gestern auf einem Treffen einer Security Firma, die Persönlichkeiten und Gebäude schützt und sichert. Was ganz klar herauskam: die Basis ihres Erfolges und der Zusammenarbeit ist Vertrauen. Jeder Mitarbeiter vertraut der Führung, und die Mitarbeiter untereinander können sich zu 100% aufeinander verlassen. Vertrauen ist das Fundament.

Natürlich ist es nicht die Regel oder alltäglich, dass wir sogar hinsichtlich unseres Lebens in Unternehmen aufeinander vertrauen – aber meine Frage: wie wichtig ist für Sie Vertrauen in der Zusammenarbeit und in Beziehungen?

 

Der Wunsch nach Vertrauen ist allgegenwärtig

#Vertrauen ist in aller Munde: in der Politik, in Unternehmen, in unserem Rechtssystem, gegenüber anderen Menschen. Überall wird sie gefordert, gewünscht, als wesentlich empfunden.

Und wir reden besonders oft davon, wenn es fehlt, wenn wir es vermissen.

Wenn Führungskräfte oder Politik Vertrauen einfordert, werden wir eher misstrauisch. Unser Gefühl sagt uns, hier stimmt etwas nicht. Wir zweifeln an der Ehrlichkeit, gewinnen den Eindruck, dass uns wichtige Informationen vorenthalten werden.

 

In Unternehmen ist Vertrauen wesentlich für Entwicklung und Erfolg.

Nur wenn wir vertrauen, ist offener Informationsaustausch möglich.

Kennen Sie Statements von #Führungskräften wie „wir vertrauen unseren Mitarbeitern“?  Dahinter steckt eigentlich die Forderung, der Führungskompetenz zu vertrauen.

Wie sieht die Realität aus? Was macht #Vertrauen aus?

Zu Beginn jedes Arbeitsverhältnisses, also wenn der Arbeitsvertag unterschrieben wird, dann vertraut der Mitarbeiter, sich für das richtige Unternehmen entschieden zu haben, dass Führungskompetenz vorhanden ist, und auf der anderen Seite vertraut der Unternehmer auf die Fähigkeiten des Mitarbeiters. Jeder gibt dem anderen einen Vertrauensvorschuss.

Vertrauen hat immer 2 Seiten; einer vertraut und dem anderen wird vertraut.

 Aber was passiert dann? Jetzt gilt es, diesem Vorschuss gerecht zu werden und es dem anderen immer wieder zu zeigen, dass man das Vertrauen des anderen verdient. Und das ist alles andere als selbstverständlich.

Vertrauen gibt Sicherheit.

Was ist denn nun Vertrauen? Es ist das Gefühl, die #Sicherheit, dass es der andere gut mit mir meint, dass er wertschätzend und ehrlich mit mir umgeht. Damit ist verbunden, dass ich mich auf den anderen verlassen kann. Ich glaube dem anderen.

Was macht #Vertrauen im Unternehmenskontext so wichtig? Wie wirkt Vertrauen?

  • Es schafft Identifikation mit dem Unternehmen
  • Notwendige Veränderungen können schnell umgesetzt werden
  • Kundenbindung steigt
  • Mitarbeiter verstehen sich als Teil des Unternehmens
  • Offene Kommunikation und weniger Missverständnisse
  • Positive Fehlerkultur
  • Wertschätzung
  • Geringere Fluktuation
  • Mehr Zufriedenheit
  • Ermöglicht Kreativität
  • Echter Wissensaustausch wird ermöglicht
  • Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit

Bei so vielen Argumenten für Vertrauen stellt sich die Frage: warum misstrauen wir überhaupt? Hinzu kommt: wenn einmal Vertrauen gebrochen wird, wird alles in Frage gestellt. Die Basis geht verloren.

Nur wer sich selber taut, kann anderen vertrauen.

Das richtige Maß ist wichtig

Um anderen zu vertrauen, muss ich erst einmal mir selber vertrauen;

  • sich der eigenen Fähigkeiten, Kompetenzen aber auch Schwächen bewusst sein.
  • den Selbstwert kennen
  • Selbstbewusst sein

Das bedeutet, dass wir erst mal auf uns selber und unsere #Haltung schauen müssen. Uns hinterfragen: „Bin ich vertrauenswürdig?“. Sende ich die richtigen Signale aus? Bin ich stimmig zwischen dem Gesagten und dem Verhalten? Sich selber vertrauen bedeutet Selbstsicherheit und eine gesunde Selbsteinschätzung.

Vertrauen, Misstrauen, blindes Vertrauen und Kontrolle hängen eng miteinander zusammen.

Wieviel Kontrolle brauche ich, um mich sicher zu fühlen und vertrauen zu können. Zu viel Vertrauen kann für ein Unternehmen zum Risiko werden. Zu viel Kontrolle erweckt das Gefühl, der andere misstraut mir, und dann entziehe ich ihm auch das Vertrauen. Mit diesem Thema hat sich schon Schulz von Thun intensiv in seinem #Wertequadrat beschäftigt.

Haben Sie das richtige Maß für sich, ihr Unternehmen und ihre Mitarbeiter gefunden?

Vertrauen hat nichts mit Rationalität zu tun.

Es gibt ja auch keine Kennzahlen dafür. Und eine rationale Beweisführung für Vertrauen ist schon fast absurd. Wenn jemand nicht vertrauen will, dann war es das. Vertrauen ist eine Entscheidung. Und es macht uns auch verletzlich.

Unternehmensführung bedeutet andere führen und in dem Wort steckt nicht zerren, schupsen oder antreiben. Wenn wir andere führen, dann achten wir darauf, dass es ihnen gut geht, dass sie in ihrer Kraft bleiben – das man sich dem der führt, anvertrauen kann.

#vertauen #Fürhungskompetenz #Sicherheit #wettberwerbsfähigkeit

 

p.s Ich arbeite in meinen Coaching auch mit meinem Hund Stella. Sie macht gerade Führungskräften auf spielerische Art deutlich, was für Auswirkungen Vertrauen und eine klare Kommunikation hat.


 

Angela Barzen