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Visionen sind gelebte Träume

Träume einer gelungenen Zukunft. Wie wäre es mit einem Blick in Richtung Horizont?

 

Wenn wir an Visionen denken, dann hat das für einige etwas mit Spinnerei, „etwas bekloppt sein“ zu tun und für andere ist es wie ein Magnet, ein übergeordnetes Ziel – der Blick in eine mögliche Zukunft. Wer mich kennt weiß, dass ich an die Stärke von Visionen glaube und mir wünschen würde, dass wir mehr Mut hätten, sie zuzulassen und zu leben. Und mal ehrlich: ein bisschen bekloppt tut uns allen gut.

Vielleicht hast du Lust, mit mir hier auf die Reise einer Vision zu gehen. Als Metapher – ein Segelboot. Es begleitet mich schon seit Jahren in meinen Coachings und Trainings.

 Visionen, die entstehen, sind oft ein schleichender Prozess… sie kommen langsam – aber wenn sie da sind, dann haben sie eine enorme Kraft. Visionen sind gelebte Träume. Eine Sehnsucht, die so groß wird, dass ich mich auf den Weg mache.

Ursachen sind oft veränderte Lebensbedingungen oder auch der Wunsch, auszubrechen, etwas Neues zu wagen – ein Lebensabenteuer zu starten.

Es gibt viele Gründe – aber eines ist klar: Visionen sind das Bild einer gelungenen Zukunft. Visionen bleiben auch bei allen Hindernissen bestehen, ebenso der Wunsch nach Verwirklichung.

Das heißt aber nicht, dass wir sie dem Zufall überlassen. Wie baut sich so eine Vision auf und wie kann ich sie unterstützen, dass sie wahr wird?

Ist dir klar, dass Visionen tief aus deinem Innern kommen, sie haben viel mit deinen Werten, Bedürfnissen und Motiven zu tun (kennst du sie?). Und sie brauchen Vertrauen – Vertrauen in die Vision und in dich selbst. Was ich damit meine? Du brauchst die Überzeugung, dass es keine bekloppte Idee ist.

Am Anfang steht der Traum. Bist du bereit zu handeln, ihn in die Tat umzusetzen? Dann wird eine Vision daraus.

Du fängst an, deine Zukunft zu gestalten.

Machen wir uns auf die Reise.

Der Rumpf – die Basis deiner Vision.

Die Werte unserer gelebten Träume

Der Schiffsrumpf ist der Teil eines Boots, der ihm die Schwimmfähigkeit verleiht.

Was verleiht deiner Vision Kraft – worauf baut sie auf?

Ein Traum wird zur Vision, wenn du ihm Sinn und Bedeutung gibst.

Mach dir über die Größe der Vision Gedanken: Muss die Vision einen Masten oder 2 halten. Soll sie große Stürme auf dem Meer gewachsen sein, oder ist sie eher für ruhigere Gewässer geeignet und wieviel Passagiere kommen mit?

Eine Vision hat nur dann eine Chance, Realität zu werden, wenn Sie zu dem passt, was uns wichtig ist. Dahinter stecken unsere Werte. Werte sind unsere Orientierung. Jeder hat sie.

Und jeder hat 5 bis 6 Kernwerte. Was dir wirklich wichtig ist, ist vielseitig und ganz individuell:  z.B. Freiheit, Authentizität, Kreativität, Selbstbestimmtheit, Sicherheit usw. Werte können sich aber auch in Form von Familie, Freunde, der Beruf zeigen.

Wir richten uns nach unseren Werten aus. Unser Verhalten, unsere Gefühle sind geprägt durch unsere Werte. Sie sind neben dem Rumpf auch der Leuchtturm in unserem Leben.

Wenn wir nach unseren Werten leben, dann gibt uns das Sicherheit und Energie. Gegen sie zu agieren, raubt uns Lebensfreude und kann uns sogar krank machen. Sie sind tiefe Überzeugungen und die Grundlage für unser Sein.

Um bei dem Rumpf zu bleiben – jetzt wird klar, was passiert, wenn du deine Werte verleugnest oder vielleicht gar nicht richtig kennst. Das Segelboot hat keine Stabilität – es kann kentern, untergehen… auf jeden Fall bewegt es sich nicht sicher im Wasser.

Aber was sind deine Werte?

Ich bin mir sicher, Du kannst auf Anhieb ein paar nennen. Aber sind es wirklich deine Werte, deine Haltung? Oder hast du sie von der Familie traditionell oder von der Gesellschaft übernommen? Hier ein paar Fragen, die dir helfen, deinen Werten auf die Schliche zu kommen:

  • Was macht dir Freude?
  • Bei was geht dir das Herz auf?
  • Was löst bei dir den inneren Rebell aus?
  • Was war dir schon als Kind wichtig?
  • Auf was kannst du gar nicht verzichten?
  • Was ist dir wirklich wichtig?
  • Warum handele ich so?

Die Segel deines Schiffes – der Spinnaker, die Fock…

Deine Stärken, Skills und Talente und der Wind unterstützen dich in deiner Vision

Ich unterscheide hier Skills (erworbende Fähigkeiten), Talente (angeboren und im Idealfall weiterentwickelt) und Stärken.

Natürlich brauchst du alle 3. Sie ermöglichen dir, dich weiterzuentwickeln und unterstützen dich dabei, an dein Ziel zu kommen, bei deiner Vision.

Hier betrachte ich insbesondere die Stärken.

Laut Biswas-Diener (2010) sind Stärken überdauernde Muster von Gefühlen, Gedanken und Verhalten. Sie sind individuell, geben Energie und ermöglichen beste Leistung.

Woran erkennst du, wenn du deine Stärken einsetzt:

  • Gestik und Mimik wird stärker
  • Körperhaltung ist aufrechter
  • Sprache ist klarer und die Stimmlage oft etwas höher
  • Wirkung ist oft charismatisch

Je nach Situation brauchst du unterschiedliche Stärken, Skills und Talente. Genauso wie du je nach Windstärke unterschiedliche Segel einsetzt.

Wichtig, dass du deine Stärken und Fähigkeiten kennst. Dich nicht über- und unterschätzt.

Jeder der bei Flaute einen Spinnaker setzt, weiß, dass das wenig Sinn macht . Oder wenn ich mit einem Gennaker nur mal kurz um die Ecke segeln will.:-)

Auch hier ein paar Fragen, die dich bei der Recherche zu deinen Stärken unterstützen:

  • Was hast du schon als Kind gerne gemacht?
  • Wann bist du stolz auf dich?
  • Was geht dir ganz leicht von der Hand?
  • Was sagen deine besten Freunde über dich – was kannst du besonders gut?

Umgang mit Sturm oder einem Leck im Boot

Wie gehst du auf der Reise deiner Vision mit Herausforderungen um?

 Vielleicht gleich zu Beginn: ich rede von einem kleinen Leck, nicht von der Evakuierung der Mannschaft und dem Sinken des Schiffes.

Hier kommen erneut unsere Stärken ins Spiel. In unserer Gesellschaft sind wir es gewöhnt, nach Schwächen Ausschau zu halten. Wir sind darauf fokussiert, unsere Schwächen auszumerzen, anstelle unsere Stärken zu stärken.

 

Was bedeutet das nun für unser Leck – die Schwäche am Boot. Wir gehen unter Deck und flicken das Leck. Was passiert, wenn wir aus lauter Angst, es könnte wieder aufgehen, unter Deck bleiben.

Dann segelt das Boot ohne Führung und schon ein paar Grad Abweichung bringen uns weit weg von unserem Ziel. Wir konzentrieren uns nur auf die Schwächen und verlieren die Stärken komplett aus dem Auge. Wie wäre es, Wenn du das Leck so abdichtest, dass du mit der Kraft der Segel in den nächsten Hafen kommst und einen Profi das Leck reparieren lässt?

Widme deinen Schwächen so viel Aufmerksamkeit wie nötig – aber konzentriere dich viel intensiver auf deine Stärken.

Plane deinen Weg

Feiere jede erreichte Etappe deiner Vision

 Wenn du dich auf den Weg machst zu deiner Vision, dann ist jede erreichte Etappe ein Ziel, ein Erfolg. Feiere jeden einzelnen Schritt. Das motiviert, dran zu bleiben. Es macht Spaß. Und es macht dich stolz, was du schon alles geschafft hast.

 

Ist es eine echte Vision, dann halten dich auch Rückschläge nicht zurück. Sie gehören einfach dazu. Es sind Lernchancen

Manchmal wirst du vielleicht auch feststellen, dass sich der Weg nach einer Etappe ändert. Oder dass sich auch die Vision mit deinen Erfahrungen auf dem Weg verändert.

Eine Vision ist kein Boot im Museum, was nur zum Betrachten gedacht ist. Sie verändert sich, braucht neue Ressourcen und manchmal auch eine neues Navigationssystem oder eine neue Route.

Vertrauen auf den Skipper

Dein Selbstwertgefühl ist entscheidend für deinen gelebten Traum, deine Vision,

Ob aus deinen Träumen Ziele und Visionen werden liegt stark in dir. Glaubst du, dass du es schaffen kannst, dass du alles lernen kannst, was du auf dem Weg brauchst. Und kannst du dich so annehmen, wie du bist.

 

 

Das bedeutet nicht, dass du alles an dir gut findest – aber dass du dich selber kennst und damit kein falsches Bild von dir hast. Ich rede von deinem Selbstwert.

Das Gelingen eines Vorhabens hängt zu 80% von deinem Selbstwertgefühl ab.

Ein Skipper, der nicht bereit ist, immer weiter zu lernen – der sich überschätzt – kann sich, die Crew und das Boot in Gefahr bringen. Ein guter Skipper kennt seine Kompetenzen und Grenzen, vertraut sich und seinem Können, ist sicher in dem, was er tut.

Ab und zu ins Drydock oder in den Hafen

Pausen und Regeneration eröffnen neue Perspektiven auf der Visions-Reise.

Eine Vision ist keine Hochleistungsregatta. Sobald du sie als Druck zur Leistung empfindest, ist es keine Vision mehr. Die Anziehung geht verloren. Die Vision gibt uns dann keine Kraft mehr. Dann wird die Vision zum erbitterten Ziel, was eher zu Stress, als zur Stärkung führt.

 

Eine Vision schwingt mit, das Handeln danach begleitet uns. Ob der Weg der richtige ist, ob wir weitere Ressourcen brauchen oder einfach mal Innehalten – Pausen und Regeneration sind wichtig – auch zur Standortbestimmung; Jetzt ist die Zeit zu überprüfen, ob sich etwas verändert hat, welche deiner Werte gerade im Vordergrund sind, ob du weitere Fähigkeiten brauchst oder deine Stärken besser anders einsetzt.

Vielleicht braucht das Boot ein neues Antifouling, um dem Wasser besser standzuhalten, neue und bessere Segel… nimm dir die Zeit, dein Segelboot wieder in top Form zu bringen.

Manchmal langt auch schon eine Pause im Hafen.

Mit einer tollen Crew macht das Segeln mehr Spaß

Hinter einer gelebten Vision stehen tolle Beziehungen

 Die großen Visionäre unserer Zeit – ab Elon Musk oder Steve Jobs konnten nur so Beeindruckendes leisten, da sie großartige Begleiter und ein tolles Team an ihrer Seite haben oder hatten.

 

 

 

Eine Crew, die die Vision nach vorne treibt, die wertvolles Feedback gibt, die die Vision teilt und damit Teil von ihr wird.

Wir brauchen Visionen und Visionäre – in Unternehmen, als Führungskräfte, in unserm Leben. Wir brauchen die Träume einer gelungenen Zukunft.

Was sind deine Visionen?

„In 20 Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge,
die du nicht getan hast.
Also löse die Knoten, laufe aus dem sicheren Hafen.
Erfasse die Winde mit deinen Segeln.
Erforsche. Träume“.

Mark Twain

 

Zu diesem Artikel Inspiriert hat mich meine Freundin Biggi – uns verbindet eine über 30 jährige Freundschaft – und ihr Mann Torsten. Sie leben ihren Traum – sie leben das halbe Jahr auf der AMBRA – ihrem Segelboot. Eine traumhafte Swan.

Wenn Du Lust hast, lass du dich von ihr und ihren Erlebnissen begeistern unter worldcruisingstories.


 

Angela Barzen
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