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Wenn ein Traum nach neun Jahren endlich wahr wird –

Was Zverevs Tränen uns über Führung lehren

Vor zwei Tagen kniete ein Mann auf rotem Sand und weinte. Nicht aus Schmerz. Aus Erlösung.

Alexander Zverev hat am Sonntag in Paris seinen ersten Grand Slam gewonnen. Nach 35 Anläufen. Nach zwei verlorenen Finals. Nach Verletzungen, Krisen, Schlagzeilen, Selbstzweifeln. Nach Jahren, in denen ihm das ganze Tenniswelt zugerufen hat: „Du wirst es nie schaffen.“

Und dann, im fünften Satz gegen Flavio Cobolli, dieser eine Punkt. Der Schläger fällt. Die Hände vors Gesicht. Und ein Satz, den er später im Interview sagt, der mich seit zwei Tagen nicht loslässt:

„Wenn ich dieses Finale verloren hätte, hätte ich vielleicht nie einen Slam gewonnen.“

 

An etwas Großem festhalten

Warum uns solche Momente so tief berühren

Wir kennen ihn nicht persönlich. Wir spielen kein Tennis auf seinem Niveau. Und trotzdem sitzen viele von uns vor dem Fernseher und haben feuchte Augen.

Warum?

Weil wir in diesem Moment etwas sehen, was wir uns selbst kaum noch zugestehen: Dass es sich lohnt, an etwas Großem festzuhalten. Das es sich lohnt, einen Vision zu haben. Auch wenn es weh tut. Auch wenn es Jahre dauert. Auch wenn alle zweifeln. Unsere Entscheidung dafür ist die Basis.

Zverevs Sieg ist nicht nur sein Sieg. Es ist ein Beweis. Ein lebendiger, sandverschmierter, tränenüberströmter Beweis dafür, dass große Ziele nicht naiv sind. Sondern notwendig.

Genau darüber spreche ich in meiner Keynote „Peak Performance – der Weg zum Erfolg“. Sie bringt die 4 Aspekte auf den Punkt, die es braucht, um an die Spitze zu kommen. Ich spreche aus meiner unternehmerischen Erfahrung, ein Produkt auf dem Markt zu etablieren und zur Markführerschaft zu gelangen.

 

Große Ziele sind kein Luxus.

Sie sind ein Kompass.

In meiner Arbeit mit Unternehmern und Führungskräften sehe ich immer wieder dasselbe Muster: Die Menschen, die langfristig erfolgreich – und vor allem erfüllt – sind, haben eines gemeinsam.

Sie tragen ein großes Ziel, eine Vision in sich.
Und sie haben die Entscheidung getroffen dran zu bleiben.

Nicht als Druck. Sondern als Richtung.

Ein großes Ziel gibt dir Sinn an den Tagen, an denen alles glatt läuft. Aber viel wichtiger: Es trägt dich an den Tagen, an denen nichts funktioniert. Wenn der Kunde abspringt. Wenn der Markt einbricht. Wenn das Team wackelt. Wenn du nachts wachliegst

An diesen Tagen ist es nicht deine To-do-Liste, die dich aus dem Bett holt. Es ist dein „Warum“. Es ist das Bild, das du von deiner Zukunft hast

Zverev hatte dieses Bild offenbar neun Jahre lang. Und es hat ihn getragen – durch jede Niederlage, durch jeden Spott, durch jede Selbstzweifelsnacht.

 

Die zwei Sätze, die Träume töten

Wir sabotieren uns selbst

Es gibt zwei Sätze. Und beide sind gefährlicher, als sie klingen:

  1. „Ach, das versuche ich erst gar nicht. Das klappt sowieso nicht.“

Das ist nicht Realismus. Das ist eine Kapitulation, die sich als Vernunft verkleidet. Wer so denkt, schützt sich vor Enttäuschung – und sperrt sich gleichzeitig vom Leben aus.

  1. „Später. Jetzt habe ich keine Zeit.“

Das ist der heimtückischste Satz überhaupt. Denn „später“ kommt nie. Aus „später“ wird „nächstes Jahr“, aus „nächstes Jahr“ wird „irgendwann“, aus „irgendwann“ wird ein leiser Schmerz mit 65, wenn man zurückblickt.

Stell dir vor, Zverev hätte 2017 gesagt: „Ach, Grand Slams – das versuche ich erst gar nicht.“ Oder 2022 nach seiner schweren Verletzung: „Später. Jetzt habe ich keine Zeit.“

Dann wäre da am Sonntag kein Mann gewesen, der vor Glück auf dem Sand kniete.

 

Was das für uns als Führungskräfte bedeutet

Nimm dich selber ernst

Wir alle haben so ein Ziel in uns. Diese eine Sache, die uns nachts beschäftigt. Das Unternehmen, das wir aufbauen wollen. Das Buch, das wir schreiben wollen. Die Veränderung, die wir in unserer Branche bewirken wollen. Die Art von Führungskraft, die wir werden wollen.

Die Frage ist nicht, ob dieses Ziel realistisch ist.

Die Frage ist, ob wir den Mut haben, es ernst zu nehmen.

Es laut auszusprechen. Aufzuschreiben. Jemandem zu erzählen. Den ersten kleinen, peinlich kleinen Schritt zu gehen – heute, nicht „später“. Entscheide dich

Denn eines ist sicher: In neun Jahren sind sie sowieso neun Jahre älter. Die einzige Frage ist, ob sie dann sagen können: „Ich habe es versucht.“

Zverevs Tränen am Sonntag waren keine Schwäche. Sie waren das, was passiert, wenn ein Mensch sich selbst neun Jahre lang nicht aufgegeben hat.Die Einstellung von Zverev

Ich wünsche dir genau diese Tränen. Irgendwann. Für dein eigenes Ding.

Was ist dein Grand Slam? Und was tust du diese Woche dafür?

#Führung #Mindset #Ziele #Unternehmertum #Zverev

 


 

Angela Barzen
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